Vortex: The Gateway in der Vorschau

Bei Vortex: The Gateway handelt es sich um ein von StormCube Games in der Early Access befindendes „Open World Survival Horror Game“.

Zum derzeitigen Zeitpunkt des antestens (10.10.2015) befindet sich das Spiel in einem unspielbaren Zustand. Unter anderem wurden die Optionen gänzlich aus dem Menü entfernt aufgrund von Performance-Problemen. Ich konnte keine Audio oder Video Einstellungen vornehmen weshalb ich das Spiel in seinem eigentlich ganz gutem Look nicht antesten konnte. Aus diesem und dem Grund das sich das Spiel im Early Access befindet enthalte ich mich vorerst
mit einer Bewertung zu gunsten des Entwicklers. Eine richtige Review wird nachgereicht wenn das Spiel fertig ist.

Das Setting ist vielversprechend, wir befinden uns auf einem fremden Planeten und müssen dort überleben und herausfinden was mit der Welt passiert ist. Die Story des Spiels wird uns über Zeitungsausschnitten die überall auf der Map verteilt sind erzählt. Das ganze in einem schönem Look und der Aussage des Entwicklers, dass das Spiel quasi fertig sei, man nur noch an dem Feinschliff arbeitete lässt Hoffnung erwecken.

“The game is in Alpha stage. All main single player gameplay features are implemented but the game needs polishing. Although the dangerous adventure and survival can now be started on the spectacular island!“

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Zum Spiel an sich

Wir übernehmen die Kontrolle eines von einem Wurmloch in eine andere Welt katapultierten Mann und bahnen uns den Weg durch einen Dschungel voller Monster und sonstigen Kreaturen. Auf dem Planeten angekommen, fangen wir an
uns aus Bambus und Tierfellen eine Hütte zu bauen, aus Stöcken und Blättern ein Lagerfeuer zu basteln und fassen langsam Fuß auf der mysteriösen Insel. Wir begeben uns auf die Suche nach neuen sehenswürdigen Plätzen und erkunden
die Welt um uns herum. Nach sehr kurzer Zeit überkam mich aber das Gefühl, alles gesehen und getan zu haben. Auch ist die erst so horrorartige Atmosphäre nach sehr kurzer Zeit verschwunden, dazu aber mehr im Technik-Bereich.
Die Welt wirkt sehr klein und leer, sie war nach circa 20 Minuten komplett erkundet und es überraschte mich nichts mehr. Mich überkam zu keiner Zeit das Gefühl „überleben“ zu müssen, sondern alles zu erkunden. Die Auswahl an Baumöglichkeiten ist momentan nicht sehr groß und der Umfang an sich ist stark begrenzt.

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Technik

Vortex: The Gateway basiert wie der stark ähnelnde Ableger „The Forest“ auf der Unity 5 Engine. Es scheint, dass sich StormCube Games stark an diesem Spiel orientiert hat, da beide Spiele viele Parallelen aufweisen. Das Fällen von Baumstämmen / Bambus
sowie das Bauen von Hütten etc. ist identisch. Es ist nicht verwerflich sich an anderen Spielen zu orientieren, wenn man es denn besser macht. Vortex ist zum derzeitigem Zeitpunkt mit Bugs und nicht funktionierenden Kernelementen übersät.
Als Beispiel dient das nicht richtig funktionierende Ausdauer-System. Wir können beliebig oft springen oder Sprinten ohne das unsere Ausdauer sinkt. Lediglich schlagen bewirkt das unsere Ausdauer sinkt. Dies hat zur Folge, dass wenn wir einen Gegner sichten, wir einfach um ihn herum springen und ihn mit unserer Machete angreifen bis er tot umfällt.

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Gegner stellen so keinerlei Bedrohung dar was schon sehr an der Atmosphäre rüttelt. Das Meer ist eine Kulisse, wir können auf ihr einfach herumspringen als wär es normaler Boden. Es wird lediglich eine Schwimm-Animation ausgeführt, die aussieht als würden wir die ganze Zeit auf einer Stelle schwimmen, irrelevant ob wir dabei eine Richtung einschlagen oder uns fortbewegen. Das Temperatur-System funktioniert nicht, an jedem Punkt auf der Map ist es gleich warm/kalt, egal ob an Land oder im Wasser. Es gibt unzählige Stellen an denen wir durch die Map schauen können aufgrund von nicht vollständigen Texturen oder Clippingfehlern.
Der Tag/Nacht Wechsel kommt einem eher so vor, als würde jemand gerade an der Helligkeit regeln, es wirkt nicht sehr dynamisch. Der Fallschaden wird zudem nicht richtig berechnet. Manchmal bekommen wir aus sehr großen Höhe minimalen Fallschaden und aus einem Meter Fallhöhe extremen Schaden.
Das nervigste an dem Spiel sind die massigen Ruckler und die schwammige Steuerung, wir weichen automatisch Hindernissen aus wie zum Beispiel Bäumen. Es fühlt sich an als würde ich den Charakter nicht richtig kontrollieren können. Das Spiel hat durchgehend Mikro-Ruckler und bei Angriffen kann es zum kompletten Bildfreeze für eine halbe Sekunde kommen.
Die Technik wirkt äußerst unausgereift und zerstört die komplette Atmosphäre und nimmt einem komplett den Spielspaß.

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Fazit

Vortex: The Gateway hat Potenzial, vorausgesetzt es bekommt die Kernelemente in den Griff, beseitigt die Atmosphäre zerstörenden Bugs, die Mikro-Ruckler/Standbilder und bietet eine gut inszenierte Story-Line. Für 19,99€  (momentan im Sale für 14,99€) verlange ich deutlich mehr, auch von einem Indie Early Access-Spiel.
Der Test wird wiederholt sobald das Spiel die EA-Phase verlassen hat (Q1 2016).

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