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Alan Wake im Test

by on 23. September 2015
 

Jeder von uns kennt es: Man schläft und träumt. Dieser Traum kann sich jedoch ganz schnell in einen Albtraum verwandeln. Aber ehe man sich versieht wacht man auf.

Das gleiche ist dem Schriftsteller Alan Wake auch passiert, nur dass sein Albtraum real wird.

Urlaub in Bright Falls

Alan Wake reist mit seiner Frau Alice in den Urlaub. In eine kleine Stadt namens Bright Falls.
Er hat zwei Jahre, trotz geplanter Fortsetzung seines letzten (erfolgreichen) Buches „The Sudden Stop“, kein Wort mehr zu Papier gebracht. Beide hoffen, er könne so mal wieder abschalten und sich ein bisschen entspannen. Denn diese Blockade lässt ihm keine Ruhe und nachts nicht schlafen.

Er träumt immer wieder von der Dunkelheit und Schattenwesen, die ihn verfolgen und sogar töten wollen.

In Bright Falls angekommen fahren sie zum Diner, um dort den Vermieter für die Schlüsselübergabe zu treffen.
Im Diner begegnet Alan seinem „größten“ Fan Rose. Sie freut sich unglaublich ihn zu sehen und verrät ihm, dass der Vermieter sich gerade auf Toilette befände.
Da Alan nicht so lange warten möchte, beschließt er ihn dort aufzusuchen.

Erste wirkliche Konfrontation mit der Dunkelheit

Eine ältere Dame warnt ihn in den Gang zu gehen, der kaum ausgeleuchtet und hinten sogar dunkel ist. Es sei nicht sicher. Ihr Name ist Cynthia Weaver.
Alan ignoriert diese Warnung und begibt sich zur Männertoilette.
Doch bevor er die Tür öffnet, hält ihn eine Frau im Trauerkleid auf und sagt, dass der Vermieter verhindert sei und sie die Schlüssel habe.
Er nimmt die Schlüssel samt Karte zur Hütte, die auf dem Cauldron Lake liegt, dankend entgegen und fährt mit seiner Frau sofort los.
Im Hintergrund sieht man den Vermieter aus dem Diner stürmen, der ihnen hinterher ruft, sie haben den Schlüssel vergessen.

Alan Wake Screenshot

Alice und Alan vor ihrer „Ferienhütte“

Bei der Hütte, muss Alan den Strom wieder zum Laufen bringen, weil es dunkel wird und Alice eine Phobie vor der Dunkelheit hat.
Am Abend zeigt sie ihm die Schreibmaschine im Arbeitszimmer, denn ihr Vorhaben für den Urlaub ist ein Ortswechsel, damit Alan mal was anderes sieht und dadurch vielleicht seine Blockade gelöst wird.
Er ist wütend und rennt raus, denn wegen Alice‘ Phobie würde sie ihm nicht nach draußen folgen.
Kurz darauf hört er sie im Haus schreien. Er rennt los und sieht, wie sie in den See gezogen wird. Alan versucht sie zu retten. Doch Alice wird in die Tiefe gezogen.

Der Albtraum wird wahr

Er wacht im Auto an einer Klippe auf, im Dunkeln. Ihm fehlt ein großer Teil der Erinnerung, seit Alice‘ verschwinden. In der Ferne sieht er eine Tankstelle, die er zu erreichen versucht um einen Anruf zu tätigen. Doch dafür muss er durch den dunklen Wald.

Ab jetzt wird sein Albtraum Wirklichkeit.

Sein Weg zur Findung von Alice führt immer wieder durch dunkle Wälder und vielen kämpfen gegen die Schattenwesen. Hier und da gibt es immer wieder Mini-Boss-Kämpfe, mit stärkeren und größeren Schatten. Sein Manager und bester Freund Barry hilft ihm dabei, mehr oder weniger, nach dem er angereist ist, weil er tagelang nichts von dem Paar gehört hat. Auch wenn dieser es im ersten Moment nicht glaubt, als er es aber nachts selber sieht, ist er voll und ganz auf Alans Seite.
Unterwegs findet Alan immer wieder Manuskriptseiten zu der geplanten Fortsetzung seines letzten erfolgreichen Buches. Doch er habe es nie begonnen und kann sich nicht erinnern, es geschrieben zu haben.
Ihm wird klar, dass alles was auf diesen Seiten steht wahr wird und der geplante Thriller das Genre zu Horror wechselt.

Bewertung

Das Spiel Alan Wake hat viel Story zu bieten und eine menge Extras (für die man Zeit aufwenden muss um sie zu finden).
Trotzdem überzeugt das Spiel nur zum Teil.
Die meiste Zeit des Spiels macht man immer das Gleiche. Man rennt durch den Wald, um an sein Ziel zu kommen (z.B. die Tankstelle am Anfang) und weil es dort kein Licht gibt oder das Licht ausgefallen ist, erscheinen dort Schattenwesen, die einen angreifen und versuchen zu töten.
Erst gegen Ende wechselt man das „Thema“, dort ist man dann häufiger auf der Straße unterwegs um der Dunkelheit ein Ende zu bereiten.
Jedoch ist immer das Sehen des Waldes auf Dauer ein wenig langweilig. Es wird lediglich durch die immer wieder auftauchenden Gegner spannend gemacht. Aber auch die verlieren irgendwann ihren Reiz.
Wenn man das Spiel eine Zeit spielt, „durchschaut“ man auch die Merkmale, wenn Gegner kommen.

Außerdem bekommt man beim Autofahren hier und da Probleme mit der Steuerung (beim Gamepad), weil das Handling entweder zu soft ist, oder bei zu starker Bewegung (aufgrund der zuvor „soften“ Steuerung), zu hart ist. Die Lenkung kann somit im ersten Moment schwierig werden. Aber nach einiger Fahrzeit hat man sich etwas daran gewöhnt und es wird ein Leichtes damit die Gegner anzugreifen.

Munition und Schwierigkeitsstufen

Auf der Schwierigkeit „Schwer“ hat man fast immer ausreichend Munition, sodass man sich den Gegner gewappnet fühlt und einer Konfrontation nicht aus dem Weg gehen muss. Man sucht diese manchmal sogar schon.
Hingegen auf der Stufe „Albtraum“ es manchmal schon an Munition mangelt, weil die Gegner deutlich schwerer zu besiegen sind.
Dennoch wird die Atmosphäre gehalten, egal welche Schwierigkeit man wählt.

Ein Episoden-Format

Sehr gut ist das Episoden-System. Das macht momentan bei vielen Spielen das rennen und auch bei der Erscheinung von Alan Wake wurde es bereits genutzt.
Man hat immer Abschnitte, die ein Thema behandeln und die man voneinander trennen kann. Trotzdem haben die Episoden einen Zusammenhang, sodass man jede gespielt haben muss, um das Spiel und das „Warum?“ zu verstehen.

In jeder Episode kommt einer weiteres Teil des Puzzles hinzu, was aufklärt, wie die Dunkelheit zustande kam und welche Rolle Alan Wake in dem Ganzen hat. So bringt der Protagonist in Erfahrung, wie er das Dunkle ein für alle mal vernichten kann. Denn es gibt zu all dem einen „logischen“ Grund (mit einem bisschen Zauber).

Aber Dank des Episoden-Formates hat man nicht andauernd das Gefühl, man muss es in einem durchspielen, sondern man kann auch mal Pause machen, denn zu Anfang jeder Folge, wird nochmal ein Rückblick in das vorherige Geschehen gewährt. So vergisst man auch ganz sicher nicht, worum es in der Geschichte geht und wie alles miteinander zusammenhängt.

Ausstattung innerhalb des Spiels

Das Spiel hält mehrere Waffen bereit. Zu Anfang hat man lediglich eine Taschenlampe, doch man findet sehr schnell einen Revolver, womit nach der Vertreibung der Dunkelheit mit der Taschenlampe aus dem Schattenwesen, diese auch töten kann.

Im weiteren Spielverlauf findet man außerdem noch Leuchtfackeln, Schrotflinten, Jagdgewehre, Leuchtpistolen, Blendgranaten und verschiedene Größen an Taschenlampen, die länger und stärker Strahlen.

Fazit

Alles im Allem ist Alan Wake ein klasse Titel und auf jeden Fall sein Geld wert. Denn es bietet eine schöne Story, viele Story-Details und Extras. Auch die Atmosphäre wird gehalten, auch wenn es in den beiden unteren Schwierigkeitsgraden manchmal ein bisschen dröge wird.
Eine klare Kaufempfehlung!

Bewertung

8.3 / 10

Alan Wake hat eine sehr gut gestaltete Story, mit vielen Extras, aber es wiederholt sich viel bei den Kämpfen. Man hat immer wieder Boss-Gegner, aber dennoch läuft man ständig durch den Wald und muss die Schattenwesen bekämpfen.

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